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Ratgeber

Virtuelle Ausstellung zur Tagung

Wie sich Sponsorenstände selbst bezahlen – Planung, Standpakete, Ablauf

7 Minuten LesezeitStand Oktober 2026von Daniel Tospann
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Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Präsenz-Tagung gehört die Industrieausstellung – online fehlt sie meist. Dabei zahlen Aussteller gern für Sichtbarkeit, wenn sie Zahlen bekommen.
  • Eine virtuelle Ausstellung lohnt sich, sobald sie neben dem Stream liegt: Das Publikum ist in jeder Pause da, nicht erst auf Einladung.
  • Rechenbeispiel: Zwei Stände zu je 1.000 € bezahlen das Einstiegspaket mit zehn Ständen – alle weiteren sind Ertrag.
  • Aussteller wollen drei Dinge: Sichtbarkeit (Logo, Stand), Kontakt (Leads) und einen Nachweis (Besucherbericht).
  • Planen Sie sechs Wochen: Standpakete, Verkauf, Einrichtung durch die Aussteller selbst, Testtag.

Bei Präsenz-Kongressen ist die Ausstellung selbstverständlich – und oft die wichtigste Einnahmequelle neben den Teilnehmergebühren. Online und hybrid fällt sie häufig weg, weil niemand weiß, wie sie aussehen soll. Dieser Ratgeber zeigt, wie eine virtuelle Ausstellung zur Tagung funktioniert, was sie Aussteller und Veranstalter kostet und wie Sie sie verkaufen.

2verkaufte Stände bezahlen das Einstiegspaket
10–50Stände je Paket
30–365Tage online
1PDF-Besucherbericht je Stand

Was eine virtuelle Ausstellung ist – und was nicht

Eine virtuelle Ausstellung ist eine begehbare Seite im Browser: Foyer, Halle, Stände. Besucher klicken sich von Stand zu Stand, sehen Logo, Video, Unterlagen und Ansprechpartner und nehmen Kontakt auf – per Chat, Terminwunsch oder E-Mail. Sie ist kein 3D-Spiel und braucht keine App. Entscheidend ist der Ort: Liegt sie als eigener Reiter neben dem Livestream, geht das Publikum in jeder Pause hinein. Als eigene Webseite, die man extra besuchen muss, bleibt sie leer.

Warum Aussteller online zahlen

Nicht für Klicks, sondern für Kontakt zur richtigen Zielgruppe und für einen Nachweis. Ein Stand, der dem Sponsor nach der Tagung einen Bericht liefert – wie viele Besucher, wie lange, welche Unterlagen geladen – ist für dessen Marketingabteilung ein Argument fürs nächste Jahr. Genau diesen Bericht gibt es bei einer Präsenz-Ausstellung nicht.

Standpakete schnüren

PaketWas der Aussteller bekommtPreisidee (netto)
BasisStand mit Logo, Text, 1 Video, 3 Downloads, Kontaktformular, BesucherberichtIhr Einstiegspreis, z. B. 750–1.000 €
PlusBasis + prominenter Platz im Foyer, Logo im Stream-Rahmen, Erwähnung durch die Moderationetwa das Doppelte
Premium / HauptsponsorPlus + eigener Vortragsslot oder Werbeeinspieler, Logo auf Anmeldeseite und Mediathekindividuell

Die Preise legen Sie fest – orientieren Sie sich an dem, was Aussteller bei Ihrer Präsenz-Tagung für einen Tisch zahlen. Online haben Sie keine Standbaukosten, dafür den Nachweis. Verkaufen Sie zwei Basis-Stände zu je 1.000 €, ist das Paket NextKon Expo Event (1.990 € netto, zehn Stände) bezahlt.

Ablauf in sechs Wochen

  1. Woche 1: Pakete und PreislisteDrei Pakete, ein PDF, Ansprechpartner. Bestandsaussteller der Präsenz-Tagung zuerst ansprechen.
  2. Woche 2–3: VerkaufPersönliche Ansprache statt Rundmail. Argument: Sichtbarkeit in jeder Pause + Besucherbericht.
  3. Woche 4: EinrichtungJeder Aussteller bekommt seinen Zugang und pflegt den Stand selbst – Logo, Texte, Video, Downloads. Eine Anleitung liegt bei; Rückfragen beantwortet der Support.
  4. Woche 5: AbnahmeAlle Stände prüfen (Logo-Qualität, tote Links, Ansprechpartner), Foyer anordnen, Hauptsponsoren nach vorn.
  5. Woche 6: Testtag und VeranstaltungRundgang mit der Moderation: In jeder Pause ein Hinweis auf die Ausstellung, am Ende die Verlosung oder der Rundgang mit den Ausstellern.
  6. Danach: BerichteBesucherbericht je Stand als PDF an die Aussteller – mit Dank und Angebot für das nächste Jahr. Ausstellung bleibt je nach Paket 30 bis 365 Tage online.
Aus der Praxis: Die Moderation ist der Verkäufer der Ausstellung: Ein Satz vor jeder Pause („Schauen Sie bei unseren Ausstellern vorbei, bei Stand X gibt es …“) verdreifacht die Besuche. Planen Sie das ins Moderationsskript ein.

Was es kostet

NextKon Expo kostet 1.990 € netto je Veranstaltung mit 10 Ständen und 30 Tagen Laufzeit, 3.490 € mit 30 Ständen und 60 Tagen, 5.900 € im Jahrespaket mit 50 Ständen. Eine Halle in Ihrem Design, die Einrichtung der Stände durch uns und Verlängerungen sind zubuchbar. Alle Preise netto, Stand Oktober 2026, aktuell auf nextkon.de/preise.

Häufige Fragen

Brauchen Aussteller Vorkenntnisse?

Nein. Logo, Text und ein Video hochladen – wer eine Webseite pflegen kann, richtet den Stand in einer halben Stunde ein. Auf Wunsch übernehmen wir die Einrichtung.

Wie kommen Besucher und Aussteller ins Gespräch?

Über Kontaktformular und Terminwunsch am Stand; die Anfragen gehen direkt an den Aussteller. Live-Gespräche lassen sich über den Chat des Streams oder ein Videogespräch des Ausstellers anbinden.

Was sieht der Aussteller im Bericht?

Besuche am Stand, Verweildauer, geladene Unterlagen und Kontaktanfragen – ohne Cookies, ohne personenbezogene Daten der Besucher.

Funktioniert die Ausstellung auch ohne Stream?

Ja, zum Beispiel als Begleitausstellung einer Präsenz-Tagung, die Teilnehmer vorab und danach besuchen. Am stärksten ist sie aber neben dem Livestream.

Können wir die Ausstellung ausprobieren?

Ja. Mit einem kostenlosen NextKon-Konto gehen Sie durch die Demo-Messe und sehen die Verwaltung aus Sicht von Veranstalter und Aussteller.

Sie planen eine Veranstaltung?

Datum, Ort, ungefähre Teilnehmerzahl – mehr brauchen wir für ein erstes Angebot nicht. Wir melden uns persönlich.

Veranstaltung anfragen
TS Eventtechnik
Daniel TospannInhaber, TS Veranstaltungstechnik · NextKon – mehr als 500 Kongresse, Tagungen und Online-Veranstaltungen.

Quellen

Marktpreise: veröffentlichte Preislisten von rund 15 Anbietern in Deutschland und Österreich, Stand Oktober 2026. Alle Preise netto. Keine Rechtsberatung.

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